Nepal

Nepal, das ist ein kleines Land zwischen zwei Ländern, die mehr als ein Drittel der Erdbevölkerung ausmachen. Eingekesselt von Indien im Süden und China im Norden verfügt Nepal dennoch über eine einzigartige Landschaft, die von 8000ern bis zum tiefsten Dschungel reicht. Der Reichtum an Landschaft steht leider der Armut der Menschen gegenüber und so ist das Bild – wenn man die normalen Touristenwege verlässt – geprägt von Menschen, die noch immer kaum Geld zum essen haben und unter sehr armen Bedingungen leben. Das betrifft natürlich eher die ländlichen Regionen, dort wo der Tourismus nicht hinkommt. Da es in so einem kleinen Land aber auch nicht viele Orte gibt, können sich die unzähligen Touristen, die jedes Jahr nach Nepal reisen, nicht verteilen. Ebenso wenig gelingt es in einem zwei wöchigen Aufenthalt kaum, sich in anderen Gebieten zu bewegen, die nicht von touristischer Infrastruktur erschlossen sind.

Kathmandu ist nicht nur Hauptstadt des Landes sondern auch der Ort, wo man sehr schnell einen Eindruck bekommt, wenn zu viele Menschen in einer Stadt leben, die gefühlt mehr aus Geröll und Schutt besteht als Häusern. Wo tausende Autos und Motorräder den Staub der unbefestigten Straßen aufwirbeln, Flüsse in manchen Stadtteilen die einzige Möglichkeit der Kanalisation sind und Kühe öfter einen Stau verursachen als Baustellen auf deutschen Autobahnen.

Natürlich steht Wandern bei einem Nepalbesuch an erster Stelle. Hierfür ist Pokhara, eine kleine Stadt im Annapurna Gebiet, ein hervorragender Ausgangsort. Neben diversen mehrtätigen Routen zum Annapurna Basecamp (10 Tage) oder dem kompletten Annapurna Circuit (24 Tage) finden sich auch kleine Routen wie den Poon Hill Trek (4 Tage) oder andere kleinere Touren. Mit nur zwei Wochen Aufenthalt habe ich mich für den Poon Hill Trek und eine weitere Route zum Panchasé entschieden, die so eher selten bis gar nicht gelaufen wird.